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Landschaftsbild
Das Landschaftsbild wird durch den Taleinschnitt der von Süd in Richtung Nord/Nordwest
verlaufenden Gersprenzniederung mit den nach Westen weich ansteigenden Hängen und nach
Osten stärker ansteigenden Hängen des Vorderen Odenwaldes geprägt.
In südlicher Richtung östlich der B38 sind landwirtschaftliche Nutzflächen und vereinzelte
Grünlandbestände mit Streuobst festzustellen. In nordöstlicher Richtung befinden sich
landwirtschaftliche Nutzflächen bis zum Ortsrand des Ortsteiles Affhöllerbach.
Der Kainsbach, der parallel der L3260 von Süden in Richtung Nord/Nordwest verläuft, zeigt
einen landschaftsprägenden, markanten Uferbewuchs. Östlich von Stierbach befinden sich
Flächen für die Forstwirtschaft und der Talbereich von Stierbach, der größtenteils aus
landwirtschaftlichen Nutzflächen gebildet wird. Die Flächen westlich der B38 und der
Gemarkungsgrenze werden aus landwirtschaftlicher Nutzfläche, unmittelbar im Bereich der
B38 Ackerbaufläche, und im Bereich der Gersprenz aus Grünflächen gebildet.
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Lage
Die Gemarkung der Gemeinde Brensbach mit den Ortsteilen Nieder-Kainsbach und Stierbach
liegt im südhessischen Bereich in der Region Starkenburg im Odenwaldkreis sowie in dem
Bereich Naturpark Bergstraße/Odenwald und gehört zu dem gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet.
Die Gemarkung gliedert sich in zwei Haupteinheiten, dem Reinheimer Hügelland und dem Vorderen
Odenwald.
Reinheimer Hügelland
Das im wesentlichen waldfreie Löß-Hügelland liegt am Nordrand des Odenwaldes im Übergang
zur Untermainebene in einer Höhe zwischen 140 m und 280 m. Es wird ausschließlich
ackerbaulich genutzt, im Bereich der sogenannten Kleinen Bergstraße befindet sich Obst-
und Weinbau.
Vorderer Odenwald
Der Vordere Odenwald ist der gegenüber der Rheinebene tektonisch herausgehobene und im
Unterschied zum Sandsteinodenwald hier freigelegte Grundgebirgsstock des Odenwaldes, mit
dem Schwerpunkt seiner Verbreitung auf hessischem Gebiet.
Das waldreiche Mittelgebirge, im Höhenbereich zwischen 200 m und 600 m, ist an seinem
Westrand gegenüber der Hessischen Rheinebene, deren mittlere Höhenlage um 100 m liegt,
randlich bis zu 400 m hoch über diese hinausgehoben. Markanteste Erhebung am Westrand des
Vorderen Odenwaldes ist der Melibocus mit 517 m. Den Westrand des Vorderen Odenwaldes
bildet, wie wohl ihm geologisch zugehörig, die sich an seinem Unterhang und an seinem
Hangfuß hinziehende Bergstraße, die oroklimatisch und in ihrer naturlandschaftlichen
Florenausstattung eine eigenständige naturräumliche Haupteinheit bildet.
Im Norden taucht der Vordere Odenwald an der Randstufe des Süddeutschen
Schichtstufen-Tafellandes entlang einer von Darmstadt nach Osten verlaufende Achse zur
Untermainebene hin ab. Das den nördlichen Ausläufer dieses Gebirges bildende Messeler
Hügelland wird ebenso wie das Reinheimer Hügelland bereits der Untermainebene
zugerechnet.
Der Vordere Odenwald ist ein ganz charakteristisches Buchenwaldgebiet, in dem Buchen- und
Edellaubmischwälder und deren Ersatzformationen dominieren. Die hierzu erforderlichen
mineralkräftig-nährstoffreichen Böden leiten ihre Entstehung entweder aus den das Gebirge
bildenden kristallinen Gesteinen oder aus dem besonders am Westrand aufgewehten Löß her.
Auf Lößhängen in Südlage sind daher thermophile Buchen- und Eichenwälder verbreitet. Das
sehr fein verzweigte Gewässernetz des Vorderen Odenwaldes verläuft in einer durch ein
außerordentlich charakteristisches Kleinrelief gekennzeichneten Mittelgebirgslandschaft
von sehr großer Mannigfaltigkeit an Expositionen und Inklimationen. Das erklärt eine
Vielzahl von Standorten für das Vorkommen azonal verbreiteter Naturvegetationsformen, die
von nahezu baumfreien Blockhalden, über Schluchtwaldstandorte bis zu Milzkraut-Quellfluren
und von dort über schmale Erlenbrücher zum bachbegleitenden Erlenwald, mit Anklängen an
Hartholzauewälder, führen. Aufgrund dieser ökotopologischen Feingliedrigkeit ergibt sich
einerseits das Gesamtbild eines sehr dicht besiedelten und dennoch waldreichen
Mittelgebirges, andererseits die Notwendigkeit einer kleinräumigen Differenzierung in
sehr verschiedenartige Grundeinheiten der naturräumlichen Gliederung.
Der Ortsteil Nieder-Kainsbach mit Stierbach liegt östlich der B38 und südlich der K81
sowie beiderseits der L3260 und wird als gewerbliche Gemeinde I (mehr als 75% der
Beschäftigten sind in nicht landwirtschaftlichen Arbeitsstätten tätig) mit
Ferienerholung eingeordnet.
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Geologie
Die Gemarkung der Gemeinde Brensbach mit den Ortsteilen Nieder-Kainsbach und Stierbach
gehört geologisch zu dem kristallinen Odenwald.
Der kristalline Odenwald baut sich aus Graniten, Granodioriten, Ortho- und Mischkneisen, metamorphe
Schiefer (Hornfelsschiefer) sowie im nördlichen Bereich aus Sand- und Tonsteinkonglomeraten auf.
Die Flächen beiderseits der Gersprenz stellen sich als junge Hochflutablagerungen,
bestehend aus Lehm, Sand und Kies, dar.
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Gewässer
Die Gersprenz, die von Süden in Richtung Nord/Nordwesten die Gemarkung Brensbach auf
einer Länge von 5,6 km durchfließt, entwässert den östlichen und westlichen Teil der
Gemarkung.
Südlich fließt der Kainsbach, der auf einer Länge von 2,5 km durch das
Gemarkungsgebiet verläuft, in die Gersprenz.
In den Kainsbach mündet im Bereich von
Stierbach der gleichnamige Bachverlauf, der auf einer Länge von 1,2 km das
Gemarkungsgebiet entwässert.
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Klima
Das Gebiet der Gemeinde Brensbach ist dem warm-gemäßigten Regenklima zuzuordnen.
Gegenüber anderen Mittelgebirgsregionen ist das Klima weniger rau.
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Geographische Angaben
| Mittlere Höhe über NN (Altitude): | 231 Meter | |
| Breitengrad (Latitude): | 49° 45' 12" | nördlicher Breite | (49.753333) |
| Längengrad (Longitude): | 8° 52' 55" | östlicher Länge | (8.881944) |
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