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Marbachstausee mit Jugendzeltplatz "Meisengrund", Hüttenthal
Marbachstausee
Ein beliebtes Ausflugsziel im Odenwald ist der Marbachstausee bei Hüttenthal, Gemeinde Mossautal.
Der See, mit einer Wasserfläche von ca. 22 Hektar, lädt Aktivurlauber zum Baden und Surfen ein.
Auch darf der See mit Schlauchbooten befahren werden, Angelscheine werden ebenfalls ausgestellt.
Jugendzeltplatz "Meisengrund"
Direkt am Marbachstausee befindet sich der Jugendzeltplatz "Meisengrund". Auf einer Fläche von 15.000 qm bietet er organisierten Jugendgruppen die Möglichkeit zu einem stimmungsvollen Zeltlager.
Weitere Informationen
Gemeinde Mossautal
Dietrich Kübler, Waldhubenhof
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Erlebnis-Kletterpark AbenteuerWald Würzberg
Der AbenteuerWald, die besondere Attraktion im Odenwald, unweit des "Dreiländerecks" Hessen, Bayern und Baden-Württemberg, bietet durch seine einzigartige Konzeption Groß und Klein, Jung und Alt gleichermaßen Spaß und Freude.
Der Erlebnis-Kletterpark ist in einen 75 Jahre alten, dicht stehenden Baumbestand integriert, so dass nicht auf einem "künstlich angelegten Parcours", sondern von Baum zu Baum in nahezu unberührter Natur geklettert werden kann.
Mehr als 30 Stationen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bieten permanente Abwechslung und dauerhaften Spaß. Alleine oder in der Gruppe kann man sich den Herausforderungen von Hängebrücke, Steigbügelpassage, Seilabfahrten oder dem großen Tarzansprung stellen.
Ein Biergarten lädt nach der Klettertour zur Entspannung und Stärkung ein.
Weitere Informationen
AbenteuerWald Würzberg
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Michelstadt
Historisches Rathaus mit Marktbrunnen und Löwenhof
Das spätgotische Rathaus, das 1484 errichtet wurde, gehört zu den ältesten und schönsten Fachwerkbauten Deutschlands.
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Der eigentliche Bau ruht auf wuchtigen, schweren Eichenpfosten. Die schöne Westfront mit dem abgekanteten Giebel und den Erkertürmchen gibt ein einmaliges Bild
mittelalterlichen Charakters.
In der unteren, ursprünglich ganz offenen Halle fanden die Gerichtssitzungen statt. Bei schlechtem Wetter wurde hier auch Markt gehalten. In der Halle hängt
noch die alte Stadtwaage. Auch kann man eine Tuchpresse mit einer dicken Spindel aus dem 16. Jahrhundert bestaunen.
In einem mächtigen Eichenpfosten an der Nordseite ist eine eiserne Elle
eingelassen. Hier wurden früher die im Gebrauch befindlichen Maßstäbe geeicht und jedermann konnte die auf dem Markt gekaufte Tuchware nachmessen.
Im Oberstock befindet sich der Rathaussaal. Er wurde nicht nur für Ratsversammlungen genutzt; sondern diente auch als Kirche, Lazarett, Schulsaal, Wahllokal, standesamtlicher Trauungssaal. |
Zeitweise war im Rathaus die Verwaltung der Stadt (bis 1920) untergebracht. Bis 1973 fanden hier die Sitzungen der
Stadtverordneten statt, die jeweils durch das Läuten der Rathausglocke eingeleitet wurden. Für
kleinere Konferenzen, Empfänge, Ausstellungen und sonstige besondere Anlässe wird der geschmackvoll
eingerichtete Saal auch heute noch genutzt.
In dem geräumigen Dachspeicher wurde der Zehnte für die Gemeinde eingelagert, um damit die städtischen Bediensteten in Natural-Lohn zu besolden.
Das einmalig schöne und malerische Bild vom Marktplatz mit Rathaus wäre ohne den im Renaissance-Stil
erbauten Marktbrunnen nicht vollständig. Er wurde 1575 von Graf Georg II. zu Erbach gestiftet. Der
mit Schmiedeeisen verzierte, mit Löwenköpfen und Ornamenten behauene hohe Sandsteinblock zeigt im
oberen Teil das Michelstädter Wappen. Die krönende Figur stellt den Erzengel Michael mit der
Seelenwaage dar.
Der "Löwenhof", der den Marktplatz als Barock-Bau nach Norden begrenzt, ist im Jahre 1755 aus drei
Anwesen entstanden. Er diente als Station für den Liniendienst der Postkutschen. Hier wurden die
Pferde gewechselt, und die Reisenden fanden ein Nachtquartier. Die Torbögen im Innenhof des Anwesens
kennzeichnen die Lage der Remisen und Stallungen.
Einhard-Basilika, Michelstadt/Steinbach
Die Einhard-Basilika im Michelstädter Ortsteil Steinbach gilt als einer der bedeutendsten Kirchen aus
karolingischer Zeit und gehört in die Gruppe der dreischiffigen Kirchen mit drei Apsiden, die in
dieser Zeit weit verbreitet waren.
Von der turmlosen Kirche blieben das Mittelschiff, die Hauptapsis, der nördliche Nebenchor und die
kreuzförmige Gangkrypta erhalten. Sie war auch Begräbnisstätte der Erbach-Fürstenauer Schenken.
Einhard, Berater und Biograph Karls des Großen, erhielt von dessen Sohn, Ludwig dem Frommen, für
seine Verdienste 815 die Mark Michelstadt als Geschenk. In der Absicht, seinen Lebensabend dort zu
verbringen, erbaute er die Steinbacher Kirche, vollendet 827, und versah sie mit den Gebeinen der
Heiligen Marcellinus und Petrus aus Rom. Merkwürdige Traumerscheinungen veranlassten ihn, die
Reliquien in das heutige Seligenstadt zu bringen.
Nach dem Tod Einhards 840 fiel die Mark Michelstadt an die Reichsabtei Lorsch, die in Steinbach ein Nebenkloster mit Benediktinern einrichtete.
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Die Reichsabtei Lorsch errichtete 1073 an der einstigen Kirche Einhards eine Propstei, ein
Männerkloster, für deren Bedarf man gegen 1170 einen gewölbten Quaderbau (Winterchor) an der
Nordseite der Basilika anbaute. Unter dem Einfluss des Erzbischofs von Mainz wird 1232 die Propstei
in ein Nonnenkloster umgewandelt, das bis zur Reformation 1535 bestand. Die nunmehr von den Grafen zu
Erbach durch Kauf erworbene Basilika diente bis in den Dreißigjährigen Krieg hinein als Hospital und
danach schließlich als Lagerraum.
Dem fortschreitenden Verfall der Basilika begegnete man seit 1968, nachdem das Gebäude in den Besitz
des Landes Hessen übergegangen war.
Besichtigung: Nach Anmeldung, Schlossstraße 17 Tel: 06061 / 2447 oder 06061 / 73967
Schloss Fürstenau, Michelstadt/Steinbach
Die Gesamtanlage des Schlosses Fürstenau, die aus einer mittelalterlichen Wasserburg an der Mümling
hervorgegangen ist, kann als Kulturdenkmal mit reichhaltiger Außenarchitektur besichtigt werden,
enthält jedoch keine Schauräume wie das Schloss Erbach in der benachbarten Kreisstadt.
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Im Schlosshof ist aber für den Ausstellungszweck das Erdgeschoss des Altbaues neben dem
klassizistischen Neuen Palais geöffnet, das gegenüber dem grandiosen Schmuckbogen von 1588 liegt.
Dargeboten wird ein Ausschnitt aus dem karolingischen Kunstschaffen des früheren Europas, um die
Besichtigung der nahen Einhardsbasilika zu ergänzen.
Schloss Fürstenau im Michelstädter Ortsteil Steinbach wurde um 1300 als Wasserburg des Mainzer Erzbischofs angelegt. Noch heute wohnt hier der Graf zu Erbach-Fürstenau. |
Das alte Schloss bezieht den Wehrbau aus dem 14. Jahrhundert ein. Es hat drei Flügel, die früher von Wassergräben umgeben
waren. 1810 wurde das Neue Palais erbaut. Hinter der Brücke steht der 1756 entstandene Gartenpavillon.
Die Orangerie entstand um 1830.
Nach der Übernahme der Verwaltung des Klosters Lorsch durch Kurmainz kam es zwischen Kurpfalz und
Kurmainz zu jahrzehntelangen Fehden. Zum Schutz seiner neu übertragenen Besitzungen erbaute Kurmainz
eine Wasserburg, die im Jahre 1317 erstmalig als "Castrum Furstenawe" erwähnt wird und wohl gegen
1250 erbaut wurde. Im Jahre 1355 verkaufte Kurmainz das Wasserschloss Fürstenau an die Erbacher
Schenken, die zu jener Zeit schon stark begütert waren und ihre Vormachtstellung im Odenwald immer
mehr ausbauten.
Von der alten Burg sind die beiden nördlichen Türme noch erhalten; die beiden südlichen wurden durch
den heutigen "Roten Turm" (1532) und den Uhrturm ersetzt. Graf Georg II. (1548-1605), auch der
"Baulustige" genannt, erbaute im Jahre 1588 den einzigartigen Schmuckbogen, der das ursprüngliche
Tor mit der Zugbrücke ersetzte.
Weitere Informationen
Michelstadt - Herz des Odenwaldes
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Erbach
Schloss
Elfenbeinmuseum
Wird demnächst vervollständigt.
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Burg Breuberg
Die Burg Breuberg, 150 m über dem Tal der Mümling auf einem Buntsandsteinkegel in der Gemarkung der
heutigen Stadt Breuberg, ist der weithin sichtbare Mittelpunkt eines vom früheren Mittelalter bis zum
Wiener Kongress selbständigen Territoriums, der "Herrschaft Breuberg".
Die Burg Breuberg wurde um 1150 als Vogteiburg der Abtei Fulda angelegt. Die ersten Burgvögte waren die
"Reize von Lützelbach" die sich in der dritten Generation "Herren von Breuberg" nannten und damit eine
bei Kaiser und Reich angesehene Dynastie begründeten.
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Durch die Heirat mit einer Büdinger Erbtochter verlagerten sich Macht und Interessen in die Wetterau, wo
die Breuberger das Amt der Reichsvögte innehatten und auch im Kloster Konradsdorf bei Oppenburg ihre
letzte Ruhe fanden.
Drei Abgüsse der Epitaphien des Eberhard des III. von Breuberg, seiner Gemahlin Mechthild von Waldeck
und eines minderjährigen Kindes aus dem Kloster Konradsdorf sind im "Wertheimer Zeughaus" auf der Burg zu bewundern.
Die Herren von Breuberg starben 1323 im Mannesstamme aus und ihr Erbe fiel im wesentlichen an die Grafen
von Wertheim, die dann um 1500 die Burg zu einer befestigten Residenz ausbauten. |
Signifikant sind die vier mächtigen Bollwerktürme im Graben. Sehr gut erhalten ist auch das Wappen des
Michael Graf zu Wertheim (1499). Es befindet sich über dem Eingangstor zur Burg.
Mit dem Aussterben der Grafen von Wertheim (1556) gelangten schließlich deren Rechtsnachfolger, die
Grafen von Löwenstein und die Grafen von Erbach, in den Besitz der Burg und der Herrschaft Breuberg. Die
Herrschaft reichte von der Zent Kirch-Brombach über die Zent Höchst und den Gerichtsstab Neustadt bis
nach Vielbrunn in der Zent Lützelbach.
Fast identisch mit dem jetzigen nördlichen Teil des Odenwaldkreises.
1806 wurden die kleinen Territorien aufgelöst. Die Herrschaft Breuberg kam an das neugegründete
Großherzogtum Hessen. Das Breuberger Land wurde zunächst eigener Landratsbezirk. 1837 wurde das Kreisamt
Neustadt gebaut und bezogen, 1874 schließlich der Kreis Neustadt mit dem Kreis Erbach, heute
Odenwaldkreis, vereinigt.
Im Kreisamt Neustadt zog die Stadtverwaltung ein als "Großherzögliche Bürgermeisterei".
Allein die Burg blieb im Besitz der Häuser Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Erbach-Schönberg.
Zur Zeit der Jugendbewegung fand die katholische Jugend im Löwensteinischen Teil der Burg eine Herberge
(1923). Das Jugendherbergswerk etablierte sich in den "Erbacher Gebäuden" der Oberburg. Diese DJH war
die erste hessische Bleibe des Deutschen Jugendherbergswerkes (1919). Nach dem Krieg übernahm das Land
Hessen die Burg Breuberg und gestattete dem Kreis der Breubergfreunde und dem Deutschen
Jugendherbergswerk die Nutzung als Jugendheim. In den letzten Jahren ist hier eine der modernsten
Jugendherbergen Hessens entstanden.
Weitere Informationen
Burg Breuberg im Odenwald
Stadt Breuberg
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Schloss Lichtenberg mit Bollwerk, Fischbachtal
Schloss Lichtenberg
Schloss Lichtenberg liegt im Fischbachtal oberhalb von Niedernhausen auf einem Bergrücken.
Diesen reizvollen Standort hatten die Grafen von Katzenelnbogen für den Bau einer Burganlage gewählt,
die Diether IV. schon vor 1228 gegründet hatte und die sich zu einem Zentrum der katzenelnbogischen
Herrschaft entwickelte.
1479 ging die Burg an die Landgrafschaft Kassel über. Sie wurde Teil des Erbes, das Georg I. von
Hessen Darmstadt 1567 als Zwanzigjähriger antrat. Georg entschied sich, Lichtenberg zu einem
repräsentativen Renaissance-Schloss und zukünftigen Witwensitz auszubauen.
Zwischen 1570 und 1581 wurden der Ostflügel (erbaut 1516, gotische Außenmauer noch vorhanden)
umgebaut und die neuen Süd- und Westflügel angeschlossen. Außerdem wurde das sogenannte Hohe
Pfortenhaus mit seiner Durchfahrt dem gotischen Torhausturm vorgelagert.
Mit Rücksicht auf das katzenelnbogische Schlossgebäude (1845 eingestürzt, heute in Form der Terrasse
noch erkennbar) musste der dreiflügelige Grundriss unregelmäßig bleiben. Dennoch beeindruckt die
Ausgewogenheit der Anlage. Nur sparsam sind Schmuckelemente eingesetzt: Es sind von Sandsteinquadern
unregelmäßig eingefasste Fassaden, bekrönt von Schneckengiebeln; im Hof ein achteckiger Treppenturm
mit geschweißter Haube und die schönen Sandsteinportale, besonders das in der Westfassade mit den
Wappen Georgs und seiner ersten Frau Magdalene Gräfin zu Lippe.
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Die Repräsentationsräume und Privatgemächer im Innern waren von Stuckdecken überspannt. Von den
Ausstattungsgegenständen blieb nichts erhalten - die prachtvollen Holztüren wurden 1895 ins
Darmstädter Schloss gebracht, wo sie im Kriegsjahr 1944 den Flammen zum Opfer fielen.
Georg I. hatte als Baumeister für Schloss Lichtenberg wie auch für sein Jagdschloss in Kranichstein den aus Kassel gekommenen Steinmetz Jacob Kesselhut verpflichtet. Diesen löste später Jakob Wustmann ab. Jedoch wird dem jungen Bauherrn selbst die Einführung des Renaissancestils im Lande zugeschrieben. |
Nicht nur die späteren Schlossgebäude in Darmstadt, sondern auch die Rathausbauten in Darmstadt und Pfungstadt übernahmen den neuen "Lichtenberger Stil".
Bis ins 18. Jahrhundert hielt sich die landgräfliche Familie häufig in dem schönen Schloss auf. Besonders lang war der Aufenthalt, als in Darmstadt die Pest ausbrach; damals blieb sie drei Jahre, von 1629 bis 1632, in Lichtenberg. Auch für die Bevölkerung der Umgebung war das Schloss oftmals letzter Zufluchtsort in Krisenzeiten.
Um 1800 wurde Lichtenberg als fürstliche Residenz und Verwaltungssitz aufgegeben. Mit der Romantik begann jedoch auch hier der Fremdenverkehr. Lichtenberg erhielt die Anerkennung als Luftkurort, und ab 1913 gab es Fremdenzimmer und Sommerwohnungen auf dem Schloss. Die Einrichtung des Museums geht auf das Jahr 1951 zurück. Seit dieser Zeit sind auch Teile des Schlosses als Dauerwohnungen vermietet.
Zudem hat sich das Schloss auch als Kulturzentrum etabliert. Insbesondere die regelmäßigen Freiluftkonzerte bieten dem Klassik-Liebhaber Kunstgenuss in einem unvergleichlichen Ambiente.
Bollwerk Lichtenberg
Als Landgraf Georg I. 1567 sein Erbe antrat, übernahm er eine zur Landesfestung ausgebaute Anlage, denn zu der ursprünglichen Katzenelnbogener Burg war 1503 ein mächtiger Geschützturm im Westen der Burgsiedlung hinzugekommen.
Mit dem Erbe der Katzenelnbogener Grafschaft 1479 hatte Hessen deren mächtige Stellung an Main und Rhein übernommen und seinen Einflussbereich in den Süden ausgedehnt. Unter Landgraf Wilhelm II, dem Großvater Georgs I., wurde diese Machtstellung in der Region verfestigt. Er war es, der in der Pfälzer Fehde Bickenbach und Umstadt eroberte. In seine Regentschaft fällt auch die deutlich sichtbare Stärkung der Verteidigungskraft durch den Bau des mächtigen Bollwerks, das im Frondienst errichtet wurde.
Der freistehende Batterieturm steht 400 Meter westlich vor dem Schloss auf einem vorgelagerten Bergsporn. |  |
Die Verbindung zu den Mauern der Schlossbefestigung wurde ursprünglich durch einen starken Palisadenzaun hergestellt (dieser ist in Darstellungen aus dem 17. Jahrhundert noch zu ersehen). Der Felsvorsprung auf dem sich das Bollwerk befindet, wurde früher als Gogelytz bezeichnet.
Den zweigeschossigen Turm, dessen Mauern eine Stärke von 5,90 Meter haben, schließt ein Zinnenkranz ab. Über dem Eingang ist vor dem ersten Stock ein Ausgusserker vorgebaut. Aus ihm konnte heißes Wasser, vielleicht auch Pech, auf Angreifer gegossen werden. Verziert ist er mit spätgotischem Maßwerk.
Die zentralen Innenräume, in denen die Geschütze Aufstellung fanden, sind überkuppelt und haben in ihrem Scheitel Abzugsöffnungen für den Pulverdampf.
Das Bollwerk ist ein eindrucksvolles Monument der Festungsarchitektur, die sich im 16. Jahrhundert durch das Aufkommen der Feuerwaffen einer neuen Herausforderung stellen musste. Die Festung Lichtenberg, mit Bollwerk wurde übrigens im 30-jährigen Krieg niemals eingenommen.
Das Bollwerk kann heute besichtigt werden, man hat von hier eine schöne Aussicht auf die Umgebung. Informationen erhalten Sie beim darunter liegenden Andenkengeschäft, dort ist auch der Eintritt zu entrichten.
Weitere Informationen
Schloss Lichtenberg - Peter E. Harland
Gemeinde Fischbachtal
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