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Die Jagd
Bis zum Inkrafttreten des Jagdreichsgesetzes im Jahr 1934 hatte Nieder-Kainsbach, dessen Gemarkung 227 ha groß ist, einen eigenen Jagdbogen.
Dem neuen Gesetz zufolge, musste ein eigener gemeinschaftlicher Jagdbogen mindestens 250 ha groß sein, so dass nach 1934 der gemeinschaftliche Jagdbezirk Affhöllerbach geschaffen wurde, der aus den Gemeindeflächen von Nieder-Kainsbach und Affhöllerbach sowie teilweise auch aus Gemeindeflächen von Böllstein und Ober-Kainsbach besteht und insgesamt 793 ha groß ist.
Zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg war Adam Schwinn Jagdpächter.
Nach der Verpachtung an die Herren Spiegelhauer, Schwinn und Riebel wurde auf Anraten des Landrats des Odenwaldkreises, als untere Jagdbehörde, die Gesamtfläche in zwei Jagdbögen geteilt, Affhöllerbach-Ost und Affhöllerbach-West.
Im Jagdbogen Affhöllerbach-West ist die gesamte Gemarkung von Nieder-Kainsbach enthalten und wird z. Zt. von Reinhard Ihrig und Heinrich Schwinn als Jagdpächter bejagt.
Das Revier unterliegt einem sehr großen Freizeitdruck (Jogger, Mountainbiker, Hundeführer, etc.) und ist schwierig zu bejagen.
Als Hauptwildarten zählen hier das Rehwild, der Fuchs sowie der Dachs; weniger von Bedeutung ist das Flugwild wie Ente oder Fasan.
Hasen haben z. Zt. einen stabilen Bestand, werden aber schon seit 10 Jahren nicht mehr bejagt.
Wildschweine konnten in den letzten Jahren vereinzelt erlegt werden.
Das Rebhuhn, das in diesem Revier vor 50 Jahren noch recht häufig anzufinden war, musste der intensiven Landwirtschaft weichen - es ist bei uns ausgestorben.
Das Revier Affhöllerbach-West wurde 2001 mit der goldenen Hegemedaille ausgezeichnet. Damit wurde die hervorragende Hegearbeit und gute Abschußerfüllung (Altersgliederung) gewürdigt.
von Heinrich Schwinn und Thomas Strubel
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