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Chronik des Dorfes Nieder-Kainsbach
Die Chronik des Dorfes Nieder-Kainsbach, in Hochglanz und sehr ansprechendem Design gebunden, erzählt auf 365 Seiten und reich bebildert die Geschichte von Nieder-Kainsbach.
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Der Heimatforscher und Autor der Chronik, Georg Kredel, schlägt in dem leicht zu lesenden Buch einen Bogen über die fast 800 jährige, wechselvolle Geschichte dieses kleinen Dorfes im Odenwald. Dabei handelt es sich um dokumentierte Dorfgeschichte, aufgebaut auf historischen Tatsachen, die in jahrelanger Recherchearbeit aus Archiven hervorgeholt wurden.
Von den Anfängen des Dorfes, mit seiner Ersterwähnung im Jahre 1012, wird in der Chronik genauso berichtet, wie über die schwierigen Jahre im 30-jährigen Krieg, die Entstehung des Bürgertums, bis hin zu Ereignissen aus unserer Zeit.
Im Detail wird über einzelne Anwesen und Höfe, Familien, Berufsgruppen, Vereine oder kulturelle Ereignisse berichtet. Das Schulwesen ist genauso dokumentiert wie die große Wasserflut von 1732 oder die Fronpflicht. Anekdoten, entnommen aus alten Gerichtsakten, fehlen genauso wenig, wie Berichte über den geheimnisvollen Schnellerts. |
Die Chronik des Dorfes Nieder-Kainsbach wurde am 7. Oktober 2004 der Öffentlichkeit präsentiert, kostet 15 Euro und ist zu erwerben bei:
Kurt Egly Schreibwaren Erbacher Straße 34 64395 Brensbach/Nieder-Kainsbach
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Gemeindeverwaltung Brensbach Ezyer Straße 5 64395 Brensbach | Georg Kredel Bachgasse 17 64395 Brensbach/Nieder-Kainsbach |
Weitere Informationen
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Inhaltsverzeichnis der Dorfchronik von Nieder-Kainsbach
| Grußwort | 5 | Vorwort | 6 |
| Gemeindewappen | 7 | Im Ursprung ein Bauerndorf | 8 |
| Des Dorfes Frühgeschichte | 9 | Saalbuch des Amtes Kainsbach | 16 |
| Das Dorf im 30-jährigen Krieg | 20 | Aus dem Pestjahr 1635 | 24 |
| Eine beschwerliche Zeit | 27 | Das Dorf nach dem Krieg | 30 |
| Von den Haingerichtstagen | 31 | Untertan und Fronpflichtig | 45 |
| Zehntziehung im Dorf | 50 | Die große Wasserflut 1732 | 55 |
| Unter Großherzoglicher Verwaltung | 58 | Auswanderungen | 62 |
| Not und Hungerjahre | 64 | Erstmals freies Bürgertum | 66 |
| Beginn des Schulwesens | 70 | Schulhausbau 1813 | 75 |
| Russen in Nieder-Kainsbach | 78 | Weitere Kriegsereignisse | 82 |
| Die gemeinsame Pfarrkirche | 87 | Das Friedhofswesen | 96 |
| Landwirtschaft damals | 99 | Aus unserer Gemarkung | 105 |
| Das Schäfereiwesen | 111 | Bedeutung der alten Flurnamen | 113 |
| Von der Jagd und Jagdpächtern | 117 | Aus den Anfängen des Brandschutzes | 120 |
| Die Gemeindehirten | 125 | Der Maulwurffänger | 128 |
| Polizei und Gemeindediener | 129 | Die Feldschütze | 131 |
| Armut in unserem Dorf | 133 | Eine Nachlassversteigerung | 138 |
| Von Stegen und Brücken | 140 | Schulhausbau 1887 | 147 |
| Die Eisenbahn im Gersprenztal | 153 | Wasser aus Bach und Brunnen | 156 |
| Wege und Straßenbau | 159 | Von Back- und Dörröfen | 162 |
| Handwerksberufe im Dorf | 165 | Von Mägden und Knechten | 176 |
| Händler und Hausierer | 178 | Die früheren Wirtshäuser | 182 |
| Geheimnisvoller Schnellerts | 187 | Die Schultheiße von Nieder-Kainsbach | 193 |
| Die alten Häuser im Dorf | 199 | Anwohner der Hauptstraße | 200 |
| Die Häuser der Mühlgasse | 241 | Affhöllerbacher Straße | 252 |
| Die Borngasse | 264 | Die Häuser in der Bachgasse | 267 |
| Die Ziegelgasse | 290 | Das 20. Jahrhundert | 296 |
| Bau der ersten Wasserleitung | 300 | Der Weltkrieg 1914 - 1918 | 303 |
| Erstmals elektrisches Licht | 309 | Das Dorf im Dritten Reich | 311 |
| Die Zeit nach dem Krieg | 317 | Der Schulhausbau 1952 | 319 |
| Landwirtschaft im 20. Jahrhundert | 321 | Die bäuerliche Genossenschaft | 325 |
| Flurbereinigung | 327 | Von Bauernland zu Bauland | 328 |
| Von heimischer Industrie | 329 | Der Männergesangverein | 337 |
| Freiwillige Feuerwehr | 344 | Die Sportgemeinschaft | 350 |
| Motorsportclub Gersprenztal | 354 | Kultur | 358 |
| Nachwort | 362 | | |
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Dorfgeschichte auf 365 Seiten
Buchvorstellung: Georg Kredel präsentiert Chronik des Dorfes Nieder-Kainsbach
"Die fast 800-jährige Geschichte von meinem Heimatdorf zu erforschen war eine langwierige, aber auch sehr interessante Aufgabe, deren Umfang mir anfangs allerdings nicht so recht bewusst war", beschreibt der Heimatforscher Georg Kredel in einem Satz seine sechsjährige Forschungsarbeit, an deren Ende die von ihm verfasste "Chronik des Dorfes Nieder-Kainsbach" steht. Am Donnerstag stellte er seine Arbeit vor.
Unter großem Applaus lobte Bürgermeister Hans-Georg Stosiek den Chronisten für das engagierte Werk, wie es nach seinen Worten "nur ein sehender Bürger schreiben kann". Schnell stand für ihn fest, diese Schrift von der Gemeinde in einem aufwändigen Druckverfahren auflegen und vertreiben zu lassen. "Dieses Buch gehört in jeden Nieder-Kainsbacher Haushalt", so sein Fazit.
"Es handelt sich nicht um einen Heimatroman, sondern es ist dokumentierte Dorfgeschichte", fasste der Heimatforscher zusammen. Über viele Jahre hinweg habe er in den verschiedensten Archiven nach den Spuren der Vergangenheit gesucht. Entstanden ist ein 365 Seiten umfassendes Werk über fast 800 Jahre Dorfgeschichte. Aus der zitierte Georg Kredel Passagen, die er mit dem ihm eigenen oftmals hintergründigen Humor würzte.
Seinen Recherchen zufolge wurde "Cuynisbach" (Nieder-Kainsbach) zusammen mit "Brendisbach" (Brensbach), in Verbindung mit den Erbacher Schenken erstmals im Jahr 1223 urkundlich erwähnt. Gefunden hat er dieses Schriftstück, wie viele andere, im Staatsarchiv Darmstadt. Die wohl schlimmsten Jahre erlebte das Dorf während des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648), den nur drei Dorfleute überlebten. Auch um den Dorfbach ranken sich viele Überlieferungen. So sind bei der großen Flut, die 1732 das ganze Land heimsuchte, in dem Hochwasser führenden Bach ein Mensch und sein Pferd ertrunken.
Von der mitunter harten und unerbittlichen Gerichtsbarkeit in dieser Epoche weiß Kredel, dass ungehorsame Ortsbürger bestraft wurden, weil sie zum Beispiel verbotener Weise "getanzet hetten". Aber auch ein Todesurteil zitiert der Schriftsteller aus den Gerichtsprotokollen von 1810, als der vorbestrafte Gelegenheitsarbeiter Leonhard Götz "eines größeren Raubes überführt" wurde. Aber der Leser erfährt auch Erfreuliches: Beispielsweise 1891, als auf dem Schnellerts ein Aussichtsturm eingeweiht wurde, zu dem die festlich geschmückte Schuljugend samt der Dorfkapelle strömte, "so dass man 1400 Festgäste gezählt haben will". Über die beiden Weltkriege, die auch das Dorf nicht unbeschadet überstanden hat, berichtet der Chronist ebenso wie von der Zeit im Dritten Reich, den fliehenden deutschen Truppen und den Wiederaufbau.
Mit dem Schulhausbau 1952 wurde auch in Nieder-Kainsbach dem einsetzenden Bevölkerungszuwachs Rechnung getragen. In diese Zeit fiel auch die Wandlung vom "Bauernland zum Bauland". Denn nach vielen Anfragen stellte die Gemeinde die ersten Bauplätze für fünf Mark je Quadratmeter zur Verfügung. Das bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts geprägte landwirtschaftliche Bild des Ortsteils änderte sich gewaltig, als ab 1966 die Flurbereinigung eingeleitet wurde, führt der Chronist aus. Mit einem Kapitel über das ausgeprägte Vereinsleben des Dorfes schließt sich der Kreis.
Georg Kredel freute sich über das Engagement der Dorfbewohner, die mit Texten, Bildern und Erzählungen zum Gelingen der Dorfchronik beigetragen haben. Besonders hob er die Unterstützung durch die Gemeinde und Gemeindearchivar Georg Dascher hervor. Unter lang anhaltendem Applaus schloss er die Vorstellung seiner Chronik mit dem "Wunsch, dass sich die Bürger dieses Buch nicht kaufen, um es in eine Ecke des Bücherregals zu stellen".
Odenwälder Echo, 9.10.2004, hwe
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